Bei Hitze schlafen – mit diesen 5 Tipps für’s Schlafzimmer

Bei Hitze schlafen viele Menschen sehr schlecht und tun sich schwer damit, einzuschlafen oder am Wochenende lange schlafen zu können. Hier habe ich ein paar Tipps und Tricks zusammengetragen, die für kühle Nächte sorgen und die Hitze des Tages möglichst aus der Wohnung draußen hält.

Auf die Idee für den Blogpost bin ich gekommen, als ich gestern auf dem Balkon saß und bei meinen Nachbar sah, wie die das Dachfenster auf der Sonnenseite komplett geöffnet haben.

Und so komme ich schon zu den Tipps:

1. Die Hitze aussperren

Frische Luft ist gut und wichtig. Das Lüften der Wohnung oder des Hauses sollte an heißen Tagen nicht tagsüber stattfinden.

Erfahrungsgemäß liegen die heißesten Stunde des Tages zwischen 10 Uhr vormittags und den frühen Abendstunden.

In dieser Zeit sollte die heiße Luft ausgesperrt werden. Fenster und Vorhänge sollten geschlossen bleiben – besonders auf der Sonnenseite des Hauses.

Wer wie ich einen Südbalkon mit Markise hat, kann diese ausfahren und so heizen sich die großen Fenster des Wohnzimmers nicht so sehr auf, als wenn die Sonne direkt darauf strahlen würde.

Optimal ist, wenn das Schlafzimmer mit Vorhängen oder Rollos versehen ist, die tagsüber geschlossen bleiben sollten.

2. Richtig Lüften

Wird es abends etwas kühler – dann alle Fenster öffnen und so einen Durchzug durch die Wohnung ermöglichen.

Die stickige Luft des Tages wird gegen frischen Sauerstoff ausgetauscht. Viele schlafen nachts sowieso bei geöffnetem Fenster.

Und sie machen es richtig, denn nachts ist die beste Zeit zum Lüften. Wird es dunkel, fallen die Temperaturen rapide ab und die kühle Nachtluft trägt zu einem ruhigen und entspannten Schlaf bei.

3. Die beste Bettwäsche

„Du schläfst so gut, wie du dich bettest“ heißt ein bekanntes Sprichwort und es trifft auch auf heiße Sommernächte zu.

Spätestens jetzt sollten warme Decken und flauschige Laken im Wäscheschrank verschwinden. Gut, wenn man für die Wintergarnitur ausreichend Stauraum im Schlafzimmer hat, damit die Decken auch locker im Schrank liegen – so brechen Daunenfedern nicht so schnell.

An heißen Tagen und besonders den Nächten sind glatte Naturmaterialien bei der Bettwäsche die beste Wahl für eine erholsame Nacht.

Ganz ohne Laken oder nackt zu schlafen ist nicht so optimal. Schließlich schwitzen wir nachts viel Flüssigkeit aus und da sind Materialien wie Leinen und Baumwolle – sowohl als Bettwäsche als auch für unsere Nachtbekleidung die optimale Wahl.

Übrigens ist auch die Farbe entscheidend wie wir die Raumtemperatur empfinden – rote Laken etwa können vor dem Ausknipsen der Nachttischlampe dafür sorgen, dass man noch mehr Hitze fühlt als eigentlich vorherrschend ist.

Lieber auf Naturfarben wie Weiß, Creme, Grau oder helle und dunkle Blautöne bei der Auswahl der Bettlaken für die Sommermonate setzen.

4. Ausreichend trinken

Im Hochsommer ist es wichtig viel zu trinken, das weiß jeder – während wir schlafen können wir dem natürlich nicht nachkommen, aber es empfiehlt sich daher, in der Nacht immer ein Glas Wasser oder eine Wasserflasche auf dem Nachttisch bereit stehen zu haben.

Vor dem Schlafengehen kann ein Glas kalter Tee den Körper etwas abkühlen und es sollte möglichst auf alkoholische Drinks verzichtet werden.

Kommt man nach einer feucht-fröhlichen Sommerparty nach Hause, sollte das letzte Getränk des Abends ein großes Glas stilles Wasser sein.

5. Ventilatoren sorgen für Abkühlung

Für den Fall, das im Schlafzimmer ein Deckenventilator eingebaut ist, sollte man darauf achten, dass er sich in die richtige Richtung dreht.

Teste, ob er die Luft von oben nach unten also von der Decke aufs Bett drückt. Die Ventilatoren sollten nur laufen, wenn jemand im Zimmer ist, damit keine Energie verschwendet wird.

Ventilatoren eigenen sich hervorragend dafür während der Nacht, die Temperaturen etwas niedriger zu halten. Du kannst den Effekt noch verstärken:

Durch feuchte Leinentücher über den Knöcheln und Waden – ein alter Hausfrauentrick, mit dem der gesamte Körper bei heißem Wetter gekühlt werden kann. Wer empfindlich gegenüber Zugluft ist, kann mit kühlen Wickeln einen ähnlich guten Effekt erreichen.

Unser Tipp: Eine kühle Dusche ist vor dem Schlafengehen eine gute Idee. Nur zu kalt sollte sie nicht sein! Bei heißem Wetter sind heißes und eiskaltes Duschen zu extrem für den Kreislauf. Der Organismus wird dadurch zu stark belastet. Auch Sporttraining sollte – übrigens zu jeder Jahreszeit – mindestens zwei Stunden vor dem Zubettgehen beendet werden, auch wenn es sich um leichtes Training handelt.

Und jetzt: Schlaft schön!