Zu Besuch bei der Finca Caravana in Yecla – Stellplatzempfehlung

Nachdem wir in Sant Gregori zwei Nächte Pause gemacht hatten war uns klar, dass wir schnellstmöglich so weit wie möglich in den Süden wollten. Wir hatten ab dann auch ein ziemlich genaues Ziel vor Augen: Die Finca Caravana bei Yecla in der Region Murcia.

Dort wollten wir ersteinmal entspannen und hofften auf Sonnenschein und wärme Nächte als in Frankreich.

Die AP7 führte uns in den Süden und es gab eine erfreuliche Überraschung: fast alle Straßenabschnitte waren mautbefreit. Hat uns die Campertour 2019 einige hundert Euro für die Maut gekostet, scheinen wir 2022 davon befreit zu sein.

Ganz in der Nähe der Autobahn machten wir einen kurzen Stop und sahen zufällig dieses spannende Bauwerk. Es handelt sich dabei um eines der besterhaltensten Aquädukte, dessen Baujahr unbekannt ist.

Man geht davon aus, dass es im 1. Jahrhundert nach Christus unter Augustus erbaut wurde. Somit ist es fast 2000 Jahre alt. Das Aqüeducte de les Ferres in Tarragona ist einfach so zentral gelegen, dass man wenn man sowieso auf der Autobahn unterwegs ist einen Stopp wert ist.

Das Aqüeducte de les Ferres in Tarragona.
Das Aqüeducte de les Ferres in Tarragona.

Ankunft bei der Finca Caravana

Nach 2837 Kilometern und insgesamt 7 Tagen sind wir in Yecla auf der Finca Caravana angekommen. Ein Treffpunkt für viele Afrikareisende auf der Durchfahrt. Doch wie wir erfahren sind alle Fährverbindungen zwischen Spanien und Afrika abgesagt worden.

Franze heißt uns mit einem warmen Hallo in seinem herzlichen Bairisch und einem Teller mit Leckereien Willkommen. Kurz nach unserer Ankunft erzählt er uns, dass er für alle über die Feiertage einen Hauch von Afrika verbreiten möchte und hat für die kommenden zehn Tage ein täglich wechselndes Menü afrikanischer Gerichte zusammengestellt.

Natürlich sagen wir bei so einem Angebot gleich zu. Das Besondere an dem Platz sind die verschiedensten selbstausgebauten LKW und Kastenwagen. Sogar einen Vintage-Reisebus gibt es, der zu einer kleinen Wohnung (mit Badewanne!) umgebaut wurde.

Abends sitzen wir gemütlich mit den anderen Campern beim Essen und Lagerfeuer zusammen.

Franze hat seinen Stellplatz in ein kleines Weihnachtsparadies verwandelt. Inklusive Lichtern und gemütlicher Runde.

Vor dem Essbereich ist eine offene Küche entstanden, in der fleißig gekocht wird. Hier sehen wir die verschiedenen Tajine, die schon bereit stehen. Und in den Töpfen wartet schon der Glühwein darauf, verteilt zu werden.

Ein großer Pluspunkt ist hier übrigens der wunderschöne Sternenhimmel. In klaren Nächten kann man so viele Sterne und die Milchstraße sehen, weil einfach nachts keine einzige Straßenlaterne diesen Anblick stört.

Abends wird es noch ziemlich kalt aber dank des Feuers können wir es gut einige Stunden aushalten. Nach einigen Tagen schon hat sich zwischen den Campern eine Art “Klassenfahrtgefühl” eingestellt. Eben weil wir von Franze unserem Herbergsvater so gut versorgt werden.

Die Sonnenauf- und Sonnenuntergänge sind hier fast jeden Tag ein Spektakel, die schon einen Vorgeschmack auf die wärmeren Temperaturen geben.

Und wirklich schon nach wenigen Tagen stellt sich das erste Mal T-Shirt-Wetter ein. Zumindest tagsüber wenn die Sonne scheint.

Versorgung im Wohnmobil

Was man bedenken sollte, bevor man die Finca Caravana ansteuert ist, Grauwasser zu entsorgen und Wasser aufzufüllen. Und einmal ordentlich einzukaufen. Da wir alle zehn Tage unsere Gasflasche betanken, erledigen wir Einkäufe etc. meist beim gleichen Ausflug.

Zwar kocht Franze jeden Tag für uns aber mittags einmal den Grill anzumachen für ein kleines Mittagessen ist ganz schön und da ist es immer gut, schon vorher alles besorgt zu haben. Ich hab kurz überlegt hier eine Liste mit allem aufzustellen, was wir so einkaufen und unterwegs besorgen von Trinkwasser bis Gas.

Allerdings sind die Geschmäcker ja doch sehr unterschiedlich. Dennoch lohnt es sich, Listen anzulegen. Sowohl zum einkaufen, als auch für andere wichtige zu besorgende Dinge.

In den zehn Tagen “Kulinarisch durch Afrika” habe ich viele Sachen gegessen, die ich in einer solchen Kombi noch nie auf dem Teller hatte. Insbesondere die Mischung von süß und salzig. Aber es war immer sehr lecker.

Schon von weitem sieht man den Ort des Geschehens hell erleuchtet.

Hier sehen wir schon ziemlich erholt aus. Denn nach den sieben Tagen Anreise ist das Schönste sich erstmal nicht um einen neuen Stellplatz kümmern zu müssen, bzw den Tag zwischen Fahren, Arbeiten und Gegend erkunden aufzuteilen.

Die Tage vergehen wie im Flug wir lernen unsere Platznachbarn immer besser kennen und kaum versieht man sich ist schon das neue Jahr da. Als Kateressen gab es ein schönes Frühstück vom Franze mit Spiegelei und Fisch – lecker.

Pünktlich zum Start ins neue Jahr habe ich mir auch meinen ersten Sonnenbrand eingefangen. Wer konnte auch ahnen, dass es jetzt bereits so warm wird? Die Flipflops hatte ich eigentlich nur zum Duschen eingepackt und bin jetzt froh, sie dabei zu haben.

Als Neujahrsessen gibt es einen schönen Lachs vom Andi zubereitet. Köstlich!

Wir genießen es sehr uns so lieb versorgen zu lassen. Auch der tägliche Brötchenservice soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben.

Das Essen im “Speisezimmer” wird dank der Versorgung durch Gasflaschen warmgehalten. Allerdings ist meist eh nach kurzer Zeit alles verteilt.

Franze ist der Platzleiter und Herbergsvater der Finca Caravana

Paella für alle bei der Finca Caravana à la Franze

Wir waren das erste Mal 2019 beim Franze bei der Finca Caravana. Damals gab es auch schon das abendliche Lagerfeuer und einmal die Woche hat er eine Paella gekocht.

Zutaten für die Paella à la Franze

Dieses Jahr ist alles anders: gekocht hat er jeden Tag – afrikanisch. Superlecker, keine Frage. Aber so eine schöne Paella à la Franze wäre doch auch nicht schlecht. Und so kommt es, dass Franze uns auch diesen Wunsch erfüllt.

Nach und nach werden alle Zutaten in der Showküche zusammengeführt. Das ist auch das Gute an einer Paella, gerade wenn man draußen kocht, man braucht nur eine passende Paellapfanne und es kann losgehen.

Gäste, die zu spät zur Paella-Anmeldung ankamen, werden mit den Tajine versorgt, die man sich von Franze auch leihen und im eigenen Camper zubereiten kann.

Jeder bekommt seine gute Portion am Platz serviert. Es war einfach sehr lecker!

Und so langsam n  eigt sich unsere Zeit auf der Finca Caravana dem Ende zu. Demnächst zieht es uns weiter in den Süden. Thomas hat bereits einen Stellplatz ausfindig gemacht, der sich recht vielversprechend anhört.

Der Campingplatz La Fabrica – aber davon erzähle ich im nächsten Beitrag. Zum Abschied gab es noch ein letzes Mal Lagerfeuer mit allen zusammen.

Die Adresse der Finca Caravana

Paraje Fuente del Pinar, A-14, 30510 Yecla, Murcia

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