Kleine Küche ganz groß – Tipps für mehr Platz auf kleinem Raum

Kleine Küchen sind in 45 Prozent aller deutschen Wohnungen zu finden und geben manchem Grund für ein paar Sorgenfalten. Doch das muss nicht sein. Selbst aus einem kleinen Raum kann man richtig viel herausholen. Mit ein paar Tricks und guten Ideen bekommt man auch in der kleinsten Küche alles unter – alles was man wirklich braucht zumindest.

Schritt 1 – Aussortieren

Sortieren ist ein erster Schritt in eine optimal genutzte kleine Küche. Dieser Tipp bietet sich eigentlich immer an gerade bei kleinen Wohnungen – reduziere regelmäßig auf das Nötigste. Ich räume jährlich einmal alles aus und überlege, was ich wieder einmal nicht benutzt habe. Und wenn zum dritten Mal auffällt, dass die Eismaschine, der Popcornmaker oder der Wok nicht benutzt wurden, dann kann man sicher gehen und das Teil einfach verschenken. Jemand anderes freut sich darüber und man selbst ist es los.

Was Du wirklich benötigst, entscheidest Du selbst. In einem Einrichtungsmagazin bin ich neulich über die „Profi-Tipps“ von Köchen gestolpert. Da wurde geraten, die Knoblauchpresse auszusortieren – die brauche ja kein Mensch. Mmmh, naja ich schon. Und als eins der wichtigsten Must-Haves wurde hier die Wärmeschublade für Geschirr gelobt. – Ich hab nie eine benutzt. Der gute alte Wasserkocher reicht mir völlig, damit ich Servierschalen mit heißem Wasser vorwärmen kann. Aber so tickt eben jeder anders.

Schritt 2 – Auslagern

Je größer etwas ist und je seltener es benutzt wird, umso eher kann man dies Gerät oder Geschirr auch im Keller lagern. Hier wartet es dann auf seinen nächsten Einsatz. Auch ich habe ein extra Regal im Keller, wo der Elektrogrill überwintert und meine Tortenhauben auf den nächsten Geburtstag warten.

Auch Getränkekisten und gut verpackte Lebensmittel etwa in Dosen oder Gläsern können einfach in einem Vorratsregal im Keller gestapelt werden. So wie früher eben und man staunt nicht schlecht, wieviel Platz man dadurch in den Küchenregalen und Schränken spart.

Schritt 3 – Die richtigen Schränke

Wenn einer für richtige Ordnung sorgen kann, dann sind es optimale Schränke. Jeder hat da sicherlich andere Vorlieben. Und meine Tipps beziehen sich nur auf meine Erfahrungen. Eckschränke können noch so viele Rondelle haben, aber meiner Meinung nach sind sie absolute Platzschlucker: raus damit!

Auch kaputte Schränke sollten ausgemustert werden. Wenn die Schublade nicht funktioniert, verschenkst Du hier wertvollen Platz. Achte bei einer Neuanschaffung darauf, dass sich die Schubladen komplett ausziehen lassen. So kommst Du bestens an alles heran. Und wenn Du bei Schritt 1 und 2 bereits einiges aus der Küche ausgemustert hast, brauchst Du vielleicht jetzt auch weniger Schränke. Investiere hier lieber in Qualität. Optimal sind auch flexible Schränke wie der Tablewagen „Block“ von Normann Copenhagen.

Schritt 4 – Kostengünstig aufmöbeln

Wenn Du keine Lust hast, zu sparen oder es Dir einfach leisten kannst, dann lies hier lieber schnell weiter. Ich bin nicht nur dafür günstige Alternativen zu finden, sondern finde auch, dass man nicht immer alles gleich wegschmeißen sollte und alles neu kaufen muss. Das geht gegen meinen ökologischen Drang, unnötig Müll zu produzieren.

Und wenn Du etwa in eine Wohnung ziehst, die eine absolut stabile nur leider hässliche Vollholzküche bereits eingebaut hat, dann gibt es Mittel und Wege, damit glücklich zu werden. Jill etwa hat die Küche der Vormieter komplett aufgemöbelt: Die alten Schränke hat sie grau gestrichen und hat statt in neue Möbel in eine schöne Echtholzplatte investiert. Ein neuer Herd und Kühlschrank plus etwas Wandfarbe gibt dem Raum einen komplett neuen Look. Gut gemacht!

Schritt 5 – Optische Tricks anwenden

Es gibt eine Handvoll Tricks, wie man eine kleine Küche groß erscheinen lassen kann. Einer der besten ist wohl: Verstecke das Chaos. Damit meine ich nicht die Unordnung sondern das optische Chaos. Viele kleine Dinge, die von der Farbe, Größe oder Form nicht zusammenpassen sorgen auf den ersten Blick für eine enorme Unruhe und lassen eine Fläche kleiner erscheinen.

Ein einfacher Trick ist es, alles was in Deiner Küche zu sehen ist wie in einer Ausstellung zu behandeln. Benutze Farben, die sich wiederholen, das schafft Ruhe. Gleiche Körbe oder Holzkisten in offenen Regalen sorgen für einen aufgeräumten Effekt. Gläser oder Tassen, die Du oft benutzt, können auch in einem offenen Regal stehen oder hängen. Achte nur auf gleiche Formate pro Fach. Optisches Chaos wie etwa die Vorräte an Cornflakes-Packungen oder die Teller-Sammlung vom Flohmarkt kommen in geschlossene Schränke.