Minimalismus – Plastikfrei einkaufen und leben

Die Japaner haben es vorgemacht. Wie leben wir auf einen einfachen Lebensstil reduziert – ohne viel Müll zu produzieren und möglichst wenige Gegenstände zu besitzen. Besonders in Großstädten machen es ihnen heute viele Anhänger des Minimal Lifestyle nach.

Den meisten von uns wird eigentlich nur klar, wie viel wir eigentlich besitzen, wenn wir umziehen. Der Schock sitzt dann oftmals tief, dass wir so viele Dinge besitzen, die wir fast nie benutzen.

Mir selbst ging es auch so, als ich im Oktober letzten Jahres Kartons für den Umzug packte. Ich fing in der Küche schon zwei Wochen vor Auszug an und packte „erst mal alles ein, was wir bestimmt nicht mehr benötigen die nächsten zwei Wochen“.

Minimalismus: Original Unverpackt in Berlin, Müsli & Nüsse

So packte ich zwei große Kartons voll. – Und der Schrank war noch lange nicht leer – sah aber super gut aufgeräumt aus. Begeistert von meinem wie aus dem Prospekt gepelltem Küchenschrank entschied ich mich gleich dazu, auszumisten.

Minimalismus: Aufräumen, minimieren, weniger anschaffen

Ich stellte verschiedenen Küchengerätschaften bei eBay Kleinanzeigen rein und ging nach und nach die gesamte Wohnung und den Keller durch. Schon nach zwei Wochen hatte ich genug Geld eingenommen, von dem ich kurz vor dem Umzug nochmal ein Wochenende nach Amsterdam finanzieren konnte. Klasse!

An diesem Wochenende hatte ich nochmal genug Zeit dafür, darüber nachzudenken, wie viel Müll wir eigentlich produzieren. Besonders auf Reisen wird mir dies immer extrem deutlich, wenn man etwa das Hotelzimmer verlässt und vorher nochmal alles aufräumt und der Mülleimer fast überquillt.

Zuhause fällt einem dies gar nicht mehr so auf, da die Entsorgung einem schon so in Fleisch und Blut übergangen ist, dass man gar nicht mehr groß darüber nachdenkt. Klar trenne ich Papier und Glas und entsorge dies separat in Containern – wodurch dies für mich nicht zum Müll sondern zum Wertstoff zählt.

Da sich allerdings Plastikmüll dank Grünem Punkt bzw. Gelber Tonne ebenfalls leicht entsorgen lässt, heißt das nicht, dass es unbedingt wünschenswert ist, so viel Plastikmüll zu produzieren. Besonders beim Einkaufen fällt mir dies auf, wenn etwa jede einzelne Bio(!)-Gurke in Plastik eingeschweißt ist. Das ist absolut unnötig und kann vermieden werden.

Zero Waste Bewegung – sag „nein“ zu Plastik

Achte ich im Haushalt schon bei neuen Anschaffungen darauf, eher zur Variante zu greifen, die nicht aus Plastik ist, sondern aus Holz oder Metall – so habe ich nun einmal versucht, beim Einkaufen möglichst wenig Plastikmüll zu produzieren.

Minimalismus: Original Unverpackt in Berlin, Zahnbürsten

Glasflaschen, Papierverpackungen oder auch selbst mitgebrachte Boxen oder Beutel sind klasse Alternativen zu Wegwerf-Verpackungen, die nach dem Einkauf sofort in den Müll wandern. Der Plan ist gut und kann zum Teil sogar in normalen Supermärkten umgesetzt werden.

Minimalismus: Original Unverpackt in Berlin, Gewürzbar

Nur den Punkt „selbst mitgebrachte Gläser oder Beutel befüllen“ konnte ich mir bis jetzt noch nicht so richtig gut vorstellen. Bis ich davon hörte, dass es in Deutschland immer mehr Läden gibt, die ihre Waren ohne Verpackung anbieten.

Ein Besuch im Original Unverpackt Laden in Berlin

Das wollte ich mir unbedingt mal selber anschauen und habe somit den Original Unverpackt Laden in Berlin besucht. Hier funktioniert das Konzept gut und als ich dort war, war der Laden gut besucht.

Minimalismus: Original Unverpackt in Berlin

Diese „lose Ware“ kann hier entweder in mitgebrachten Behälter oder in Papiertüten abgefüllt werden. Wer keine Behälter hat kann auch welche im Laden kaufen, die dann immer wieder benutzt werden können.

Minimalismus: Original Unverpackt in Berlin, Süßigkeiten

Mitgebrachte Behälter werden von den Kunden selbst gewogen und mit dem ausgedruckten Gewichtlabel beklebt, damit man dann an der Kasse auch wirklich nur den Inhalt nach Gewicht bezahlt.

Minimalismus: Original Unverpackt in Berlin, Pasta & Weizen

Die Preise für die loose Ware stehen gut sichtbar an den Säulen, Schüben, Fässern oder Gläsern und beziehen sich auf 100g, 100 ml, 1 kg oder 1 Liter.

Minimalismus: Original Unverpackt in Berlin, Gewürze

Als ich meine Bananenchips in den Beutel schippe kommt das Gefühl vom Kaufmannsladen aus Kindertagen auf, aber schon bei den Sonnenblumenkernen wird das Selbstbedienungskonzept ganz selbstverständlich für mich. Lässig lasse ich die Kerne per Trichter in einen weiteren Beutel aus der Säule rasseln.

Minimalismus: Original Unverpackt in Berlin, Hülsenfrüchte

Und das beste daran: alle Verpackungen lassen sich heiß waschen und immer wieder benutzen. Die Baumwollbeutel als auch Gläser und Flaschen haben somit ein schön langes Leben vor sich und sind nicht nur besser für die Umwelt sondern sehen auch wesentlich schöner aus.

Minimalismus: Original Unverpackt in Berlin, Öle

Kleine Schritte zum Ziel

  • Bei den verpackungslosen Geschäften einkaufen – es gibt immer mehr in ganz Deutschland!
  • Eigene Gläser, Beutel und Boxen in einer Einkaufstasche im Flur bereitstellen, das macht es noch einfach, sie auf dem Weg zur Arbeit morgens schnell noch mitzunehmen

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  • Auf Wochenmärkten kaufen
  • In kleinen Lebensmittel- und Gemüseläden kaufen
  • Auf Reisen Leitungswasser in einer Metallflasche mitnehmen

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  • Lieber zum Essen ins Restaurant setzen statt Take-Away oder Bringdienst
  • Restaurants mit Stoffdecken und -servietten bevorzugen statt Plastik und Papier
  • Immer einen Stoffbeutel dabei haben zum Einkaufen/Shoppen und auf Plastiktüten verzichten

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  • Mehr Fahrradfahren statt mit dem Auto oder Bus und Bahn
  • Informiere dich über Zero Waste

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Folge mir und begleite mich auf dem Weg durch den Minimalismus

Das war mein erster Post über den Minimal Lifestyle und ich werde demnächst noch mehr zu dem Thema schreiben. Wenn du meinem eigenen Experiment zum Thema weniger haben und mehr Leben folgen möchtest, dann mach das doch hier bei Instagram: Minimalmarni.

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