Ordnung halten in 3 einfachen Schritten: Sommerzeit heißt Ausmisten!

Die meisten guten Vorsätze werden nicht kurz vor Beginn des neuen Jahres gefasst, sondern in den Sommerferien. Hieß es früher noch, im nächsten Schuljahr oder Semester wird alles anders – da fange ich früher zu lernen an, halte die Ordnung auf dem Schreibtisch durch und so fort.

So kommen einem mir hochtrabende Pläne meist, während ich auf der Sonnenliege oder einer Decke die Beine hochlege. Jaja, wenn wir wieder zuhause sind, dann räumen wir den Keller aus, renovieren das Wohnzimmer und kümmern uns um neue Küchenmöbel. Die ganze Familie packt mit an, bei der neuen Ordnung.

Solche Vorsätze sind ja meist schon mal sehr befriedigend und während man sich ausmalt, wie man voller Tatenkraft an die Arbeit geht, macht sich innerlich das Gefühl breit, eigentlich schon die Hälfte geschafft zu haben. Eigentlich.

Die Realität holt mich dann meist schneller ein, als ich „Klappleiter“ sagen kann und ich finde mich meist in einem Wust aus Zeug wieder, das ich entweder nicht brauche oder schon vergessen hatte, dass ich es habe.

Dies war für mich neulich der richtige Moment, mich bei der eBay Kleinanzeigen App zu registrieren und seit dem kommen fröhliche Menschen vorbei, die sich wahnsinnig freuen, solche Schnäppchen aus meiner Kellerfundgrube zu kaufen.

Es gibt kaum etwas Besseres: Andere Menschen glücklich zu machen ist super und gleichzeitig leeren sich die Rumpelecken fast wie von alleine. Gleichzeitig wird das Sparglas gefüttert. Besonders für kleine Wohnungen ist es wichtig, regelmäßig Ordnung zu schaffen.

Ich will an dieser Stelle nicht die Vorteile von Kleinanzeigen gegenüber Flohmärkten loben, aber ein paar hilfreiche Tipps zum erfolgreichen Entrümpeln nach den großen Ferien kann ich trotzdem geben. Natürlich funktionieren die auch vor den Ferien und zu jeder anderen Zeit des Jahres.

Schritt 1: Aussortieren und Ordnung halten
mit dem Dreier-System

[affiliate]Ordnungssysteme bei Amazon finden.[/affiliate]

Ob Kleiderschrank, Arbeitszimmer oder Keller – Ich sortiere immer nach drei Kategorien.

Erste Kategorie

Will ich auf jeden Fall behalten. Alles, was ich grad erst angeschafft habe, mindestens einmal die Woche benutze oder ein super wichtiges Andenken ist.

Fotos, Briefe, Erbstücke, tolle Geschenke und Lieblingsklamotten, Bücher die ich noch nicht gelesen habe oder noch mal lesen werde und so weiter.

Zweite Kategorie

Kann auf jeden Fall in den Müll: Alles was kaputt oder nicht benutzbar ist und was ich in den kommenden Wochen nicht aufmöbeln oder reparieren werde.

Hier kann muss man ehrlich zu sich selbst sein. Steht die alte Kommode schon drei Jahre im Keller und hat in der Zeit Schimmel angesetzt? Ab auf den Sperrmüll!

Alle Dinge, die man nie wirklich mochte und demnach meist auch nie benutzt, können entsorgt werden. Haben sie noch irgendeinen Wert, passen sie in Kategorie drei:

Dritte Kategorie

Alles, was verkauft oder verschenkt werden kann. Alles, was man noch benutzen kann und was in Ordnung ist, dir aber nicht mehr gefällt oder nicht mehr zu deiner Einrichtung passt oder du doch nicht benutzt, also etwa Fehlkäufe können noch super gespendet oder verkauft werden.

Ich selbst bin oft auf Flohmärkte gefahren, um hier Sachen zu verkaufen. Dies ist aber recht ermüdend. Man muss früh aufstehen, muss alles schleppen und darf meist erst gehen wenn der Markt vorbei ist.

Besser finde ich wie gesagt Kleinanzeigen. Die Leute freuen sich auf die Sachen, kommen vorbei und denken nicht mal dran, den Preis zu drücken. Perfekt.

Schritt 2: Fehler vermeiden – Spiele kein Möbel-Ping-Pong

„Willst du das wieder zurück haben?“ Es ist meist ein Fehler im System, wenn man ausrangierte Möbel innerhalb der Familie weitergibt. Sie verfolgen einen nämlich immer weiter.

So hatte ich einen roten Wollteppich von meiner Mutter bekommen, die ziemlich genervt war, da der Teppich so fußelt. Jetzt ein paar Jahre später sortierte ich ihn ebenfalls aus (rot als Einrichtungsfarbe muss jetzt raus bei mir) und natürlich fragte ich sie, ob sie ihn zurück haben möchte.

Und siehe da, wo erstrahlt der gute alte Teppich jetzt? In Muttis Wohnzimmer. Also gebe ich nur Möbel oder Dinge weiter, die ich zwar noch schön finde, für die ich aber keine Verwendung habe.

Hässliche Sachen werden gleich an Fremde verschenkt, entsorgt oder verkauft. Die meisten Sachen, von denen ich dachte, die werde ich nie los, fanden andere oftmals super-cool.

Natürlich geht es auch anders herum. So erfuhr ich neulich bei einer Falsche Weißwein von einer Freundin, die ihre alten Möbel an ihren Nachmieter (oder war es doch der Mitbewohner?) verschenkt hat.

Nur um sie dann nach einem Jahr von ihm wieder zurückzukaufen – weil sie die Sachen so gerne hatte.

Schritt 3: Man muss nur einfach mal anfangen.

Dann kommt man in einen sehr befreienden Ausräumwahn, den man in Maßen gerne für immer und ewig beibehalten kann. Fang einfach mit einer Ecke an und etwa einem Regal oder auch nur einem Fach in dem Regal. Schon bald wird das ganze Zimmer in neuem Glanz erstrahlen. Wetten?

Viel Spaß beim Ausräumen!

ahoipopoi-interior-blog