Planen für 2021 – mit Dunst und Nebel? Haltet durch!

Bereits im September habe ich mir einen Planer für 2021 gekauft. Oder war es Ende August? Eigentlich stehe ich erst ab Oktober vor der Frage, was noch bis zum Ende des Jahres zu erledigen ist. Denn wen man jetzt nicht plant zu besuchen, den sieht man zwischen Adventsvorbereitungen, Weihnachts- und Jahresendstress sicher nicht mehr. Normalerweise ist das so. Doch letztes Jahr hatte ich bereits im Spätsommer das Gefühl: das Jahr kann weg, ich bin bereit für Neues – neues Jahr, neuer Kalender & neue Pläne.

Ja und dann kam der Winter und Besuche sowie Treffen wurden immer abwegiger. Wir schreiben uns schon seit Wochen Nachrichten, wenn wir geimpft sind, holen wir alles nach. Oder? Mit der Familie und den Freunden. Auch unsere Kunden sehen in den kleinen Fenstern am Rechner einfach nicht so schön aus wie in echt – sorry 😉 Doch natürlich sollten wir jetzt nichts riskieren, wo wir so tapfer waren.

Nur noch zum Spazieren gehen rausgehen und zum Einkaufen. Wobei – was bestellt werden kann wird bestellt. Das was nötig ist. Denn ist man ehrlich, wenn man sowieso meist Zuhause rumsitzt, stellt man erstmal fest, was wirklich wichtig ist. Die neuen Stiefeletten können warten und werden beim nächsten echten Shoppingtrip gekauft. In einem Laden, in dem man anprobieren kann, mit der Verkäuferin ein bißchen quatschen kann. Und kein schlechtes Gewissen haben muss, weil man auf der Bank mitten im Laden sitzt und sich nicht so recht entscheiden kann.

Wenn es endlich nicht mehr ein Spießroutenlaufen zwischen den Gängen ist, bei denen man hofft, dass einem keiner entgegenkommt. Wenn man nur schnell von Regal zu Regal wechselt um alles Nötige auf der Liste abzuhaken. Um wieder nach Hause zu düsen. Und das eigene Zuhause wird mehr als vorher ein Ort der Sicherheit, ein Ort mit vielen Projekten, mit Möglichkeiten alle „ich wollte schon immer“-Projekte anzugehen.

Zum Beispiel wollte ich schon immer diesen einen Küchenschrank mit den ganzen Plastikdosen aussortieren. Schon immer wollte ich dieses eine Buch lesen. Seit vielen Jahren wollte ich die Vorhänge kürzen. Oder aus dem T-Shirt und dem Handtuch mit dem Fleck, der nicht mehr rausgeht Abschminkpads nähen. Und einige der Projekte werden richtig cool und andere auf der „schon immer“-Liste werden dort auch 2021 noch weiter vor sich hin stauben.

Aber hej, das ist vollkommen in Ordnung. Denn in der heutigen Welt, in der wir alle zwischen dem Mantra „du solltest regelmäßig deine Komfortzone verlassen“ und „Hör auf dein Bauchgefühl!“ schwanken will man ja schließlich immer noch man selbst bleiben. Und die ganzen Projekte die uns im Kopf schwirren sind immer noch besser als wenn man irgendwann dasteht und denkt: „Und was kommt jetzt?“ Also bitte nicht alles auf einmal erledigen.