Wohnung einrichten – ohne neue Möbel und absolut kostenlos

Es ist wieder soweit: Das Wetter ist warm genug für die Flohmarktsaison. Coole Vintagefunde warten hier für wenige Euro auf neue Besitzer – die dieses Jahr wahrscheinlich nicht ich sein werde.

Ich werde die Sachlage an dieser Stelle kurz erläutern: Sicherlich gibt es die ein oder andere Sache, auf die ich schon lange scharf bin, ein kleiner Sekretär oder alter Holzküchentisch mit Schublade als Zweitschreibtisch für unters Fenster vielleicht. Dort könnte ich beim Schreiben schön den Blick schweifen lassen.

Oder aber eine Bank – mit dicken Kissen und super kommunikativ. Allerdings mag ich zwar die Vorstellung eines Zweitschreibtisches, würde aber sicherlich doch eher an meinem eigentlichen Arbeitsplatz sitzen und der Zweitschreibtisch wäre eher ausladende Ablagefläche für Bücher und Gedöns.

Dabei braucht es für eine schöne und glücklichmachende Einrichtung der eigenen Wohnung oder des Hauses, in dem man lebt nur einen weisen Tipp: Regelmäßig umzuräumen. Hier kommen die sich daraus ergebenden fünf Gründe, die zeigen, dass man auch mit einer Einrichtung froh sein kann (und man nicht wie eine getriebene auf der Suche nach dem einen perfekten Möbel auf Shoppingpfaden wandeln muss).

Grund eins: Ein frischer optischer Eindruck

Oftmals verändern sich unsere Gewohnheiten in unserem Zuhause häufiger als wir denken. Ans Einrichten der eigenen vier Wände denken die meisten von uns jedoch nur einmal (mehr oder weniger) bewusst: Wenn wir umziehen. Wo soll was stehen? Da steht dieses oder jenes Möbelstück dann meist bis zum nächsten Umzug.

Dabei benutzen wir die Kommode kaum oder bräuchten eigentlich dringend einen richtigen Schuhschrank. Nur haben wir uns nie um diese Fakten gekümmert. Was wirklich hilft, ist jetzt einmal die Perspektive zu wechseln: Schau Dir jedes Möbelstück an. Dient es dem eigentlich Zweck und wieviel nutzen bringt es in dieser Position oder macht es woanders in der Wohnung vielleicht viel mehr Sinn?

Auf diesem Weg habe ich meine TV Bank bereits als Schuhscharnk genutzt (inklusive Sitzfläche), als Couchtisch und nun wieder als TV Möbel – und ich habe die Bank nur einmal gekauft und somit viel Geld für viele andere Möbel gespart, die ich nun nicht mehr gebraucht hätte.

So empfehle ich auch vor der Anschaffung eines neuen Möbels und dem Wohnung einrichten ersteinmal mit „Ersatzmöbel“ zu testen, ob die Anschaffung wirklich eine so grandiose Idee ist, wie wir denken. Dazu kann man (etwa von Freunden) geliehene Möbel ausprobieren oder ersteinmal mit den vorhandenen Stücken aus anderen Zimmern umstellen. Gerade beim Einrichten von kleinen Wohnungen macht dieser Test Sinn.

Grund zwei: Neuer Fokus auf Wichtiges

Der Weg, den Du mit dem Umräumen gehst öffnet nicht nur Deinen Blick für Deine Möbel, Bücher und Gegenstände, die Du besitzt, sondern lässt Dein Gefühl wachsen, sich wirklich Zuhause zu fühlen. Dabei fallen Dir mit Sicherheit schon ganz vergessene Gegenstände in die Hand, die Du gerne etwas mehr in den Fokus Deiner Wohnung setzen möchtest.

Gib den Dingen, die Du hast doch einfach die Aufmerksamkeit, die wir täglich auf Dinge richten, die wir NICHT besitzen. So bekommst Du nicht nur schöne, fast vergessene Erinnerungen zurück. So wie ich neulich, als ich meine Steine aus dem letzten Urlaub auf der Fensterbank im Arbeitszimmer liegen sah.

Erinnerungen, die nicht so schön sind, wie etwa der Stapel an Klamotten, die wir eigentlich kürzen, stopfen oder umnähen wollten, sollten wir einfach gehen lassen. Liegen diese „toten Stapel“ dort schon zwei oder drei Jahre, ohne, dass Du auch nur einen Gedanken daran verschwendet hast? Dann trenn Dich von diesen Dingen.

CDs, Bücher und der kleine Monitor, den kein Mensch braucht? Verschenk diese Sachen oder verkauf Sie über eBay oder Momox, Du wirst sehen, Dinge loszuwerden, die man nicht mehr wirklich mag oder braucht macht eigentlich noch mehr Spaß als shoppen zu gehen.

Grund drei: Fühl Dich wohl in Deinem Zuhause

Du siehst, es gibt zwei wichtige Gründe, die dazu führen werden, dass Du schon beim Betreten der Wohnung sagen kannst: endlich wieder Zuhause. Du siehst Dinge, die Dir gefallen, un Deinen Stil wiederspiegeln.

Auch wenn Du während des Studiums total auf Räucherstäbchen, und New Age kram gestanden hast, heißt das noch lange nicht, dass Du diese Erinnerung Dein ganzes Leben in Form Deiner Einrichtung mitschleppen musst (ein paar Fotos in der Schublade – doer noch besser: auf der Festplatte reichen auch).

Dein Zuhause ist so eingerichtet, wie Du es brauchst. Du dachtest ein Tisch in Deiner Miniküche wäre eine klasse Idee, weil Du hier gemütlich sitzen kannst und Dein Frühstück genießt? Der Tisch wird Deine Küche nicht größer machen. Und wenn Du beim Frühstück auf eine Wand starts, die sich weniger als eine Armlänge von Deinem Gesicht entfernt ist, wird Dich diese Frühstücksnische nicht glücklicher machen.

Irgendwann wirst Du hier gar nicht mehr sitzen und der Platz ist irgendwie verschenkt. Jetzt ist der Moment gekommen, zu erkennen, dass die Idee nicht Deinem eigentlich Lebenstil entspricht und Du sowieso lieber im Bett oder auf dem Balkon frühstückst.

Also räum den Tisch weg und vielleicht nutzt Du den Platz vielleicht lieber mit einem Servierwagen oder eine Zimmerpflanze, die mehr Leben in Deine Miniküche bringt. – Vielleicht gibt es auf dem nächsten Flohmarkt ja auch einen Stand mit Zimmerpflanzen 😉

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